Metro-CEO bleibt

Der Aufsichtsrat der METRO AG hat den Vertrag von CEO Dr. Steffen Greubel frühzeitig um weitere 5 Jahre verlängert. Damit ist Dr. Steffen Greubel bis zum 30. April 2029 zum Vorstandsvorsitzenden bestellt. Der Aufsichtsrat bekräftigt mit dieser Entscheidung die vom CEO zusammen mit den anderen Vorstandsmitgliedern entwickelte langfristige strategische Ausrichtung des Unternehmens und setzt an der Spitze des Vorstands auf Kontinuität in der Transformation hin zum reinen Lebensmittelgroßhändler. Weitere Informationen finden Sie in unserem Newsroom unter diesem Link: https://newsroom.metroag.de/de/news/metro-ag-aufsichtsrat-verlaengert-vertrag-von-ceo-dr-steffen-greubel?dt=20230619.

Metro: Personalnews

Zum 01. Juni 2023 übernimmt Matthias Dutschmann, zuletzt bei der METRO AG tätig, die Position des Geschäftsführers Einkauf und Supply Chain bei METRO Deutschland. Matthias Dutschmann begann seine Karriere 2008 als Head of Internationalisation and Expansion bei der METRO AG – zuvor war er in verschiedenen Positionen bei der Gemini Consulting GmbH in Deutschland tätig.

Nach verschiedenen Führungspositionen im Einkauf in Asien, Singapur, China und Hongkong wechselte er 2016 als Geschäftsführer Einkauf zu METRO Rumänien. Dort vollzog er die Transformation des Einkaufs mit einem klaren Großhandels-Fokus. Seit Februar 2021 verantwortet Matthias Dutschmann als Senior Vice President Wholesale Business Transformation bei der METRO AG die Großhandels-Transformationsaktivitäten aller Länder innerhalb der METRO. Seine umfangreichen Erfahrungen und Expertise in diesem Feld soll Matthias Dutschmann ab dem 01. Juni 2023 bei METRO Deutschland einbringen. „Matthias Dutschmann hat bereits in anderen Ländern mit Erfolg die konsequente Großhandelsausrichtung vorangetrieben. Wir sind sehr froh, ihn als Geschäftsführer von METRO Deutschland bei der weiteren operativen Umsetzung der METRO sCore-Strategie an Bord zu haben“, sagt Martin Schumacher, CEO METRO Deutschland.

Klaus Sauer ist seit 2016 Geschäftsführer bei METRO Deutschland und verantwortete zuletzt den Einkauf, die Logistik sowie das Marketing der Gesellschaft. „Klaus Sauer hat in den letzten Jahren in seiner Funktion wesentlich dazu beigetragen, das Unternehmen wirtschaftlich voranzubringen und die neue strategische Ausrichtung zu initiieren. Dafür sind wir ihm sehr dankbar“, sagt Martin Schumacher. „Für seine neuen Aufgaben wünschen wir ihm viel Erfolg.“

EP: 2.0

 

Networking, Wissenstransfer und Produkte live erleben – das erwartete die EP:Mitglieder und MEDIMAX Franchisepartner beim diesjährigen ElectronicPartner Kongress. Am 24. und 25. März veranstaltete die Verbundgruppe bereits die zweite Auflage ihrer Frühjahrsveranstaltung mit innovativem Konzept. Neben der Warenpräsentation und spannenden Workshops waren es vor allem die Begegnungen und der intensive Austausch, die das mit über 700 Teilnehmern ausgebuchte Kongress-Wochenende zu einem vollen Erfolg machten.

Für die MEDIMAX Franchisepartner begann das Programm bereits am Donnerstag, den 23. März 2023, mit einer Unternehmertagung und spezifischen Workshops. In Roundtables zu Themen wie Controlling, IT, Einkauf und Vertrieb sowie Marketing, PR und Recruiting wurden zentrale Maßnahmen für eine erfolgreiche Positionierung der Märkte präsentiert und diskutiert. „Dieser direkte Austausch mit den Ansprechpartnern aus der Zentrale war sehr wertvoll für uns. Wir profitieren von ihren Erfahrungen mit der Industrie und von ihrem Einblick in die Entwicklung bestimmter Produktgruppen. Außerdem ist es immer wieder schön, die Gesichter zu den E-Mails und Telefongesprächen zu sehen und persönlich über Ideen und Herausforderungen zu sprechen,“ sagt MEDIMAX Franchisepartner Thomas Haberland.

Auch Karl Trautmann, Vorstand ElectronicPartner, sprach während des Auftaktplenums von der guten Zusammenarbeit der gesamten „ElectronicPartner Familie“, die die geschäftlichen und politischen Herausforderungen des Jahres 2022 aktiv angenommen und sehr gut gemeistert hat. Sein Fazit lautete: „Entgegen vielen Prognosen und Voraussagen vermeintlicher oder tatsächlicher Handelsgurus ist der inhabergeführte Fachhandel bei ElectronicPartner quicklebendig, agil, motiviert und erfolgreich!“ Sein Vorstandskollege Friedrich Sobol knüpfte thematisch an und präsentierte den anwesenden Mitgliedern, Industriepartnern und Mitarbeitern die aktuellen Entwicklungen der Verbundgruppe sowie zukünftige Strategien für EP: und MEDIMAX. So geht ElectronicPartner bei beiden Marken mit einer großangelegten Kampagne im Bereich Unternehmensnachfolge in die Offensive. Ziel ist die Akquise geeigneter Unternehmerpersönlichkeiten und somit die Sicherung der Nachfolge für die Fachgeschäfte und Märkte. „Natürlich macht man sich in Zeiten des Fachkräftemangels Sorgen um den Bestand seines Lebenswerkes, daher ist es schön, dass wir eine starke Verbundgruppe im Rücken haben, die uns mit entsprechenden Dienstleistungen unterstützt“, erklärt Holger Böhme, Inhaber von EP:Böhme&Zippert.

Nach der Keynote von Leadershipexperte Rainer Petek, der die Gemeinsamkeiten von Bergsteigen und Change-Management aufzeigte, ging es für die Kongressteilnehmerinnen und -teilnehmer weiter im Programm. Auf einer kompakten Fläche konnten sie neueste Produkthighlights live erleben und sich mit Industrievertretern austauschen. Rund 40 Workshops und Vorträge der Hersteller boten zudem strategisches Hintergrundwissen rund um Vertriebskonzepte und Markt- sowie Markenpositionierung. Auch verschiedene Teams aus der Verbundgruppen-Zentrale präsentierten ihre Themen für erfolgreiches Unternehmertum. So standen Online-Marketing, Weiterbildung, Fachkräftesuche und Go Green auf dem Programm. „Tolle Atmosphäre, gut strukturiert, spannende und vielfältige Workshops: Auch der zweite Kongress ist wirklich sehr gelungen und bietet einem die ideale Plattform, um mit Industrievertretern und Händlerkollegen ins Gespräch zu kommen“, findet Niklas Geuer, Inhaber von EP:Geuer.

Nach zwei Tagen geballtem Wissenstransfer klang der Kongress mit einer großen Abendveranstaltung aus. „Alle Mitglieder, Franchise- und Industriepartner haben von dem intensiven persönlichen Austausch profitiert und das Feedback war durchweg positiv“, betont Friedrich Sobol. „Wir haben erneut gesehen, dass unser Mix aus Workshops, Bühne für die Industrie und Networking auf allen Ebenen sehr gut ankommt und einfach funktioniert“, fasst er zusammen.

Bürokratiekosten

Rund 3 % des Umsatzes werden jährlich in einem Unternehmen mit 125 Beschäftigten im Maschinen- und Anlagenbau durch die Erfüllung der bürokratischen Pflichten gebunden. Dies sind bei einem Umsatz von 23,5 Millionen Umsatz rund 705.000 Euro – was in etwa den Personalkosten von 10 Vollzeitbeschäftigten entspricht.

Bei einem Großunternehmen mit einem Umsatz von 239,5 Millionen Euro liegen die Kosten für den bürokratischen Aufwand bei einem Prozent des Jahresumsatzes (2,48 Millionen Euro) oder den Personalkosten von etwa 40 Vollzeitbeschäftigten. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie “Bürokratiekosten von Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagebau”, die Wissenschaftlerinnen des IfM Bonn im Auftrag der Impuls-Stiftung für den Maschinenbau, den Anlagenbau und die Informationstechnik erstellt hat.

E-Government würde Belastungen senken

Auch wenn der Aufwand für die Berichtspflichten im Bereich Steuern, Zoll und Normen am höchsten ist, werden von den Verantwortlichen die Statistikpflichten als deutlich aufwändiger empfunden. Ein Grund hierfür ist, dass diese Daten oftmals für verschiedene Behörden und Institutionen zur Verfügung gestellt werden müssen.

Quelle: ifm Bonn

Zuviel Bürokratie

„Die Unternehmen des Groß- und Außenhandels kämpfen mit zu vielen und zu komplexen bürokratischen Regelungen. Wir brauchen jetzt Rechtsvereinfachungen, um dem Wirtschaftsstandort Deutschland mehr Dynamik zu verleihen“, fordert Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) in einem 12-Punkte-Papier, das dem Bundesjustizministerium übergeben wurde.

„Unsere Unternehmensumfrage zeigt, dass unsere Unternehmerinnen und Unternehmer dringend Erleichterungen brauchen, um die Folgen von Pandemie, Krieg und Energieknappheit zu überwinden. Nur dann können wichtige Investitionen in Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit getätigt werden“, so Jandura weiter.

Das BGA-Papier enthält Vorschläge für konkrete Maßnahmen, um Deutschland weiter wettbewerbsfähig zu halten. Diese reichen von Regelungen der Arbeitszeiterfassung über die Berichtspflichten im Rahmen des Lieferkettengesetzes (LkSG) bis hin zu konkreten Änderungen in der Steuergesetzgebung.


Das komplette Papier finden Sie hier:
https://bit.ly/3LABSCm 

Zu den Ergebnissen der Unternehmensumfrage kommen Sie hier: https://bit.ly/3mYIi3Y

MEDIMAX wird 35

Die MEDIMAX-Erfolgsgeschichte startete im März 1988, als ElectronicPartner den ersten Markt in NRW eröffnete. Anlässlich des 35. Geburtstages der Franchise-Fachmarktlinie gibt es 2023 deutschlandweit umfangreiche Kampagnen samt Preisangeboten, kanalübergreifenden Werbemaßnahmen und viele weitere Aktionen.

An rund 75 MEDIMAX Standorten dreht sich alles um Kompetenz und Know-how in Sachen Haushalts- und Unterhaltungselektronik, IT/Multimedia und Telekommunikation. Jedes MEDIMAX-Team holt seine Kunden dort ab, wo sie einkaufen wollen: im persönlichen Gespräch am PoS oder beim bequemen Onlineshopping. Worauf es dabei am meisten ankommt, ist laut Friedrich Sobol, Vorstand ElectronicPartner, schon immer in der Unternehmens-DNA verankert: „Service-, Beratungs- und Fachkompetenz stehen bei MEDIMAX nun seit 35 Jahren im Fokus. Dabei stellen wir hohe Ansprüche an uns selbst und unsere Franchisepartnerinnen und -partner: Wir wollen für jeden Kunden die individuell beste Lösung bieten. Das gelingt uns nur, wenn wir innovativ bleiben und unsere Idee vom Handel stetig weiterentwickeln.“

Seit 1988 hat sich die Marke MEDIMAX vom Westen der Republik über ganz Deutschland ausgeweitet. Im Jahr 1990 gehörte sie zu den Pionier-Unternehmen, die nach der Wende in den neuen Bundesländern aktiv wurden. Bis 2020 wurde ein Großteil der Häuser von der MEDIMAX Zentrale gesteuert, während einige Märkte bereits im Besitz von Unternehmern waren. Durch die Neuausrichtung der Marke befinden sich seit Ende 2021 alle Standorte in der Hand von Franchisepartnerinnen und -partnern. „Mit diesem Schritt haben wir unseren Fokus auf lokales und individuelles Unternehmertum gelegt, um MEDIMAX regionaler auszurichten und erfolgreich weiterzuentwickeln“, erklärt Friedrich Sobol.

Um den neuen Markenkern sichtbar nach außen zu tragen, wurde 2021 die Corporate Identity überarbeitet: aus „Einfach gut beraten“ wurde „Mehr Mensch. Mehr Technik“! So betont MEDIMAX seine Rolle als beratungsstarker Fachmarkt, der Persönlichkeit und Gesicht zeigt. „Die Geschwindigkeit der Elektronikbranche in einer digitalisierten Welt verlangt von uns Mut zu Veränderungen und die richtigen Entscheidungen zu treffen, wenn die Zeit dafür reif ist. Hinter der Marke MEDIMAX steht ein leidenschaftliches Team aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in unserer Zentrale und in den Märkten. Gemeinsam werden wir weiter innovative Strategien entwickeln, um auch in Zukunft die richtigen Antworten auf alle Herausforderungen zu finden“, fasst Friedrich Sobol zusammen.

EP: das Geschäftsjahr

„Das zurückliegende Geschäftsjahr 2022 war aufgrund der bekannten und vielfach diskutierten externen Sondereinflüsse für uns und unsere Mitglieder eine echte Herausforderung – die wir aktiv angenommen und gemeistert haben“, erklärt Karl Trautmann, Vorstand von ElectronicPartner.

Nach starken Vorjahren, die von Cocooning und zunehmender Digitalisierung geprägt waren, ergibt sich für die gesamte Verbundgruppe in 2022 mit 1,3 Milliarden Euro ein um 3,4 Prozent geringerer Umsatz als 2021. Dabei haben die Landesgesellschaften in der Schweiz, in Österreich und in den Niederlanden mit Minus zwei Prozent etwas besser performt, als die Unternehmung in Deutschland, die auf einen um vier Prozent verringerten Umsatz im Vergleich zum Vorjahr kommt. „Diese Entwicklung passt durchaus zum Gesamtbild, das der Elektronikfachhandel aktuell zeichnet, wobei sich unsere Verbundgruppe im Verhältnis durchaus respektabel geschlagen hat“, fasst Karl Trautmann zusammen.

EP:Fachhändler trotz Herausforderungen über Markt

Insbesondere der Kanal Fachhandel konnte laut den Zahlen der GfK sein starkes Ergebnis aus den Jahren 2020 und 2021 nicht halten und musste Umsatzeinbußen von 6,9 Prozent hinnehmen. Diesem Trend konnten sich auch die Fachhändler bei ElectronicPartner nicht entziehen. Dennoch hat sich die Premiumfachhandelsmarke EP: trotz aller Herausforderungen zum achten Mal besser als der Vergleichsmarkt entwickelt. Aber auch die Marke EP: weist für 2022 ein Minus von 5,8 Prozent und somit erstmals seit Jahren ein negatives Umsatzresultat aus.

MEDIMAX mit starkem Umsatzwachstum

Sehr erfreulich hat sich die Großfläche bei ElectronicPartner geschlagen. Während die GfK für diesen Betriebstyp ein Umsatzplus von 3,6 Prozent für 2022 angibt, konnten die MEDIMAX Häuser ein Umsatzplus von 9,6 Prozent verbuchen. Hier macht sich die kundenzentrierte, konzeptionelle Neuausrichtung mit einem klaren Trading-Up sowohl im Sortiment als auch beim Ladenbau bemerkbar. Die Investitionen der Franchisepartnerinnen und -partner während der Pandemie in Personal und Ladenbau zahlen sich aus. „Wir haben eine mutige Entscheidung getroffen, als wir kurz nach dem Beginn der Neuausrichtung von MEDIMAX trotz Corona-Pandemie die Privatisierung fortgesetzt haben. Heute sind alle Märkte in der Hand von engagierten Unternehmerinnen und Unternehmern und die aktuellen Zahlen zeigen, dass unsere Entscheidung richtig war und sich der Einsatz aller Beteiligten gelohnt hat“, sagt Friedrich Sobol, der im ElectronicPartner Vorstand verantwortlich für die Marke MEDIMAX ist. Er ergänzt: „Mit einer umfassenden Kampagne zur Gewinnung neuer Fachkräfte steht das nächste MEDIMAX-Projekt bereits in den Startlöchern. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit bereits überzeugten und neuen Franchisepartnerinnen und -partnern!“

comTeam mit leichtem Rückgang

Nach zwei sehr starken Jahren, in denen das Technologie-Netzwerk comTeam maßgeblich dazu beigetragen hat, dass deutschlandweit Betriebe und Unternehmen durch passgenaue digitale Lösungen auch im Ausnahmezustand handlungsfähig waren, ist der Umsatz im Bereich IT zurückgegangen. Im Jahr 2022 verzeichnet comTeam ein Minus von 4,3 Prozent. „Dieses Ergebnis muss natürlich im Gesamtzusammenhang gesehen werden: Nach +4,7 Prozent in 2020 und +2,1 Prozent in 2021 liegt der Umsatz der Partner des Technologie-Netzwerks immer noch deutlich über Vor-Corona-Niveau“, erläutert Matthias Assmann, der seit Januar 2023 als ElectronicPartner Vorstand für die Marke comTeam verantwortlich zeichnet. „Ich bin beeindruckt von der Innovationskraft und Energie des Netzwerks und gespannt auf die Umsetzung neuer Projekte in 2023“, fügt er hinzu.

Folgen von Ukraine-Krieg und Post-Covid-Effekt wirken sich auf Produktnachfrage aus

Die Entwicklung der einzelnen Warenbereiche im Jahr 2022 bei ElectronicPartner weicht teilweise von der Gesamtentwicklung im Elektronikhandel lauf GfK ab. Besonders positiv sind die Umsatzzahlen bei Mobilfunk mit einem Plus von über zwanzig Prozent. Bei der Weißen Ware standen vor allem Großgeräte hoch im Kurs, was auch an einer gestiegenen Sensibilisierung der Endverbraucher für nachhaltige und energiesparende Elektronik liegt. Hier konnten die Mitgliedsbetriebe deutlich mehr Umsatz erzielen als der Gesamtmarkt. Auch das Segment Elektrokleingeräte hat sich positiv entwickelt. Im Bereich Braune Ware verzeichnet ElectronicPartner ein Minus, jedoch ein signifikant geringeres als die Gesamtbranche. Der Negativtrend spiegelt sich vor allem im klassischen Fachhandel wider, der jedoch von einem sehr hohen Niveau aufgrund des Cocooning-Effekts in 2021 kommt. Die Großfläche hingegen hat sich bei TV-Geräten in 2022 positiv entwickelt, ebenso der Bereich Audio, hier vor allem die portablen Bluetooth Speaker. Der IT-Markt scheint nach über zwei Jahren Homeoffice und Homeschooling weitestgehend gesättigt und verzeichnet innerhalb der Verbundgruppe einen negativen Trend. Positiv konnte sich in diesem Segment nur der Bereich Speichermedien entwickeln.

ElectronicPartner Austria erhält Großauftrag für mehr Klimaschutz

ElectronicPartner Austria hat im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung des österreichischen Klima- und Energiefonds den Zuschlag für ein außergewöhnliches Projekt erhalten: Die angeschlossenen Fachhändler beliefern einkommensschwache Haushalte mit besonders energieeffizienten Elektrogroßgeräten und führen eine individuelle Energieberatung durch. „Wir sind stolz darauf, dass unsere österreichischen Mitglieder das Vertrauen für einen derart wichtigen Auftrag genießen und so mit einer sinnvollen und effektiven Maßnahme zu mehr Klimaschutz beitragen können“, freut sich Karl Trautmann, der als Vorstand das internationale Geschäft von ElectronicPartner verantwortet.

Fazit und Ausblick

ElectronicPartner hat das Geschäftsjahr 2022 mit einem soliden Ergebnis abgeschlossen. Für 2023 geht das Unternehmen von einer Umsatzentwicklung auf Vorjahresniveau aus. „Neben der Inflation treffen viele Endverbraucher in diesem Jahr die Auswirkungen der gestiegenen Energiepreise mit ganzer Härte. Wir werden trotz insgesamt schrumpfender Endverbraucherbudgets weiterhin den Verkauf von hochwertigen, nachhaltigen und energieeffizienten Sortimenten forcieren“, erklärt Karl Trautmann.

Die Verbundgruppe startet in all ihren Geschäftsfeldern mit Zuversicht und neuen Projekten durch. Die vergangenen Jahre hat ElectronicPartner unter anderem genutzt, um in der eigenen Zentrale beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft zu schaffen – mit vollständig sanierten, modernen Geschäftsräumen, flexiblen Arbeitsplätzen und der schrittweisen Weiterentwicklung der eigenen Unternehmenskultur. Dies spiegelt sich seit Januar 2023 vor allem in einem neuen Arbeitszeitmodell wider: einer 35-Stunden-Woche, die auf vier oder fünf Tage aufgeteilt werden kann, mit der Möglichkeit, im Büro oder mobil zu arbeiten. „Wir fokussieren uns auf die Menschen und ihre Bedürfnisse – seien es Händler, Kunden oder Mitarbeiter. Wir wollen ein attraktiver Arbeitgeber sein, um unseren Mitgliedern und Partnern auch in Zukunft die besten Teams zur Seite zu stellen. Denn nur so können wir optimale Unterstützung für unternehmerischen Erfolg bieten“, fasst Karl Trautmann abschließend zusammen.

Planungssicherheit

In einem gemeinsamen Schreiben an Bundeskanzler Olaf Scholz fordern BGA und BWVL für ihre Mitgliedsunternehmen aus Handel, Industrie und Dienstleistung Planungssicherheit für den Einsatz von Lang-Lkw. Seit Monaten verweigert das BMUV seine Zustimmung zur Fortschreibung des Positivnetzes aufgrund grundsätzlicher Bedenken und verlässt damit das etablierte Normungsverfahren.

BGA und BWVL haben sich mit einem Schreiben an Bundeskanzler Olaf Scholz gewandt und um Auflösung der Pattsituation zwischen dem Bundeministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) gebeten: Seit Monaten verweigert das BMUV seine Zustimmung zur 11. Änderungsverordnung des Bundesverkehrsministeriums, mit der das Positivnetz für den Einsatz von Lang weiterentwickelt werden soll. „Unsere Mitgliedsunternehmen aus Handel, Industrie und Logistikdienstleistung fordern eine klare Aussage, ob und wie es weitergehen soll, nachdem das Bundesumweltministerium aufgrund grundsätzlicher Bedenken gegen den Einsatz von Lang-Lkw seine Zustimmung verweigert“, so die beiden Hauptgeschäftsführer Antonin Finkelnburg (BGA) und Markus Olligschläger (BWVL) einstimmig. „Das Verhalten des BMUV grenzt an passiven Widerstand und das, obwohl die CO2-Einsparungseffekte und der Entlastungseffekt für die Infrastruktur durch dieses Transportkonzeptes seit Jahren unbestritten sind“, so die beiden Hauptgeschäftsführer weiter.

Im Jahr 2012 wurde das Konzept des Lang-Lkw nach eingehender wissenschaftlicher Untersuchung durch die Bundesanstalt für Straßenwesen (BAST) in ein normiertes Anwendungsverfahren überführt. Zwei Lang-Lkw ersetzen drei konventionelle Lkw und senken so die CO2-Emissionen sowie die Belastungen für die Infrastruktur. Verlagerungseffekte zu Lasten der Bahn oder Einschränkungen bei der Verkehrssicherheit wurden nicht festgestellt. Das Verfahren sieht vor, dass die Länder im Rahmen der Auftragsverwaltung geeignete Relationen unter Berücksichtigung aller Aspekte wie Baustellen, Parkplätze, Brückenbauwerke mitteilen. Nun stellt das BMUV das Konzept in Zweifel, zu Unrecht nach Meinung beider Verbände, denn in einem rechtsstaatlich geordneten Gesetzgebungsverfahren sind allgemeine Bedenken ohne Sachgründe aus ihrer Sicht keine ausreichend Rechtsgrundlage.

Nach Auffassung beider Verbände zeigt das Verhalten leider wenig Verständnis für die Bedeutung der Logistik als drittgrößter Wirtschaftsbranche und der Bedeutung der Logistikprozesse für die Wirtschaft insgesamt. Die Mitgliedsunternehmen beider Verbände wünschen sich weniger Ideologie in der Regierungspraxis gerade dort, wo die Fortsetzung eines seit langem eingeschlagenem Weg eine Anwartschaft für verlässliches Planen hinlänglich begründet haben dürfte.

Bessere Straßen

„Wir brauchen eine starke und leistungsfähige Infrastruktur, die mit dem steigenden Güterverkehrsaufkommen mithalten kann.

Es gilt, die aktuelle Straßenverkehrsinfrastruktur schnell und vorausschauend zu modernisieren. Deutschland muss schneller werden. Wir müssen die Planung und Genehmigung der Verfahren dringend beschleunigen. Wir Großhändler sichern Tag für die Tag die Warenversorgung – das muss funktionieren, jederzeit, an jedem Ort und darf nicht am Zustand unserer Straßen scheitern.“, mahnt Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA).

Mit Blick auf den aktuellen Streit zwischen FDP und Grünen sagt Jandura weiter: „Großprojekte im Verkehrsbereich brauchen im Schnitt ca. 20 Jahre – das ist schlicht zu lang und schmälert den Wert Deutschlands als Standort für Unternehmen. Die Verfahrensdauer muss mindestens halbiert werden. Hinzukommen muss eine frühzeitigere Bürgerbeteiligung für mehr Akzeptanz von Infrastrukturprojekten sowie die Möglichkeit, die Verfahren digital zu gestalten.“

Das Güterverkehrsaufkommen inländischer LKW liegt bei aktuell bei 3,1 Mrd. Tonnen und hat damit einen Anteil von 85% am gesamten Güterverkehr.

Die Gleitende Langfrist-Verkehrsprognose des BMDV hat auch ergeben, dass der Verkehr bis zum Jahr 2051 überall steigen wird, besonders stark im Güterverkehr (+ 46 %).  Hinzu kommt, dass der LKW das dominierende Verkehrsmittel bleibt und dadurch die Bedeutung der Straße weiter zunimmt.