EP: neuer Vorstand

Der Verwaltungsrat der ElectronicPartner Handel SE hat Matthias Assmann (54) mit Wirkung zum 01.01.2023 zum Mitglied des Vorstands berufen. Der studierte Diplom-Ingenieur arbeitet nach verschiedenen beruflichen Stationen, unter anderem bei T-Mobile UK und Metro Cash&Carry Deutschland, bereits seit 2016 als Leiter IT für ElectronicPartner.

In seinem Vorstandsressort wird Matthias Assmann die Bereiche IT, Logistik, Prozesse und die Verbundgruppe comTeam verantworten. Stefan Feuerstein, Vorsitzender des Verwaltungsrates von ElectronicPartner, freut sich, dass ein erfahrener Mitarbeiter aus den eigenen Reihen in den Vorstand berufen werden konnte. „Mit der Ernennung von Matthias Assmann machen wir auch deutlich, welchen überragenden Stellenwert wir der Entwicklung der Informationstechnologie im Handel beimessen“ so Stefan Feuerstein.

Der weitere Vorstand der Verbundgruppe besteht unverändert aus Volker Marmetschke, verantwortlich für Finanz- und Rechnungswesen, Steuern, Recht und Revision, Friedrich Sobol, verantwortlich für Personal, Einkauf, Vertrieb, Marketing und die Franchiselinie MEDIMAX sowie Karl Trautmann, verantwortlich für die Landesgesellschaften in Österreich, Schweiz, den Niederlande, die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, strategische Projekte und den internationalen Einkaufsverbund E-Square.

EP: 10 Jahre E-Square

Mit 20 Mitgliedern in 16 Ländern und rund 13.500 angeschlossenen Händlern ist E-Square eins der weltweit größten Netzwerke für Unterhaltungs- und Haushaltselektronik. Anlässlich des zehnten Geburtstages fand das „Annual Meeting“ aller Mitgliedsstaaten und wichtiger Industriepartner am 8. November 2022 vor besonderer Kulisse im englischen Hampshire statt.

Wo sonst Lord und Lady Grantham durch die Säle wandern, trafen sich nun die internationalen Vertreter des E-Square Verbundes. Für das Treffen zum ersten runden Geburtstag wurde der Drehort der bekannten Fernsehserie „Downton Abbey“ gewählt. Im Fokus des Meetings stand wie immer der intensive Erfahrungsaustausch für die Stärkung des lokalen Fachhandels. Hinzu kam eine Besichtigung von Highclere Castle sowie ein festliches Dinner.

Bei E-Square profitieren Unternehmer von Portugal bis Kasachstan durch intensive Zusammenarbeit von umfassenden Einblicken in unterschiedliche Märkte und Handelsformate. Die Erfolgsgeschichte des Verbundes begann 2012. „Oft werden die besten Ideen in kleiner Runde geboren. In diesem Fall saßen Karl Trautmann und Jörn Gellermann von ElectronicPartner und ich zusammen in einem Lokal am Frankfurter Flughafen und hatten eine gemeinsame Vision. Heute sehen wir: Diese Vorstellung ist Wahrheit geworden und wir wissen, es war der richtige Schritt“, berichtet Paul Tyson, Managing Director von E-Square. Besagter erster Schritt bestand darin, ElectronicPartner International und Electronic & Domestic Appliances (EDA) zur Europäischen Interessensgemeinschaft E-Square zusammenzufassen. Mit an Bord waren zu Beginn zehn Unternehmen aus neun Ländern. Bis heute hat sich die Anzahl der Mitglieder verdoppelt und das Netzwerk über weite Teile Europas ausgebreitet. Es besteht sowohl aus stationären Fachhändlern, Großflächenmärkten, reinen Onlinehändlern als auch aus Omnichannel-Anbietern.

„Unser Ziel ist es, den Handel zu stärken, Trends zu entdecken, über Grenzen hinweg zusammenzuarbeiten und voneinander zu lernen“, erläutert Paul Tyson. Regelmäßig tauschen sich die E-Square Mitglieder aus – auch, um nachhaltig erfolgreiche Partnerschaften mit internationalen Lieferantenpartnern aufzubauen. Gerade in den vergangenen zweieinhalb Jahren mit zahlreichen Herausforderungen, ausgelöst durch die Corona-Pandemie und den Krieg in der Ukraine, konnten die E-Square Mitglieder vom intensiven Austausch profitieren. Sie verfügten stets über wichtige Informationen zur aktuellen Lage in anderen Ländern und konnten so schnell reagieren und sich auf neue Entwicklungen einstellen. Ein besonderes Augenmerk liegt natürlich nach wie vor auf dem ukrainischen Mitglied Comfy, das bestmöglich durch E-Square unterstützt wird.

Paul Tyson hält fest: „Selbstverständlich sind wir eine kommerzielle Organisation, aber es geht uns in erster Linie ums Voneinander-Lernen: Wissenstransfer, Erfahrungsaustausch und persönliche Kontakte sind das, was zählt. Das ist zunächst schwer messbar, aber wie wir nach zehn Jahren Erfahrung wissen, von unschätzbarem Wert. Daran wollen wir auch in den nächsten Jahren gemeinsam weiterarbeiten.“

Erstes Vodafone Premium-Großflächen-Konzept bei MEDIMAX

In Waldshut-Tiengen, einer Stadt im Südwesten Baden-Württembergs unmittelbar an der Schweizer Grenze, eröffnete am 18. Oktober die erste Vodafone Premium-Großfläche in einem MEDIMAX Fachmarkt. „Wir freuen uns, dass unser Franchisepartner Patrick Michels hier ein neues und attraktives Geschäftsfeld für seine Kunden erschließt“, erklärt Friedrich Sobol, der als Vorstand bei ElectronicPartner für die Fachmarktlinie MEDIMAX verantwortlich ist.

Patrick Michels übernahm am 1. Juli 2021 den Markt in Waldshut-Tiengen und ist außerdem Inhaber des MEDIMAX Standortes in Rheinfelden. Mit seinem Team aus fachkundigen Verkäuferinnen und -verkäufern verfolgt er vor allem ein Ziel: die Wünsche der Kunden durch kompetente Beratung und ein breites Angebot zu erfüllen. „Mit der Shop-in-Shop Lösung von Vodafone bieten wir den Menschen in Waldshut-Tiengen und Umgebung in Ergänzung zu unserem Sortiment und Service einen kompetenten Partner für mobile Kommunikation“, erklärt der Unternehmer. Hinzu kommt, dass sein Markt nun auch im Shopfinder der Vodafone-Homepage angezeigt wird. „Ich bin sicher, dass wir dadurch neben unseren ‚üblichen Verdächtigen‘ auch Neukunden begrüßen werden“, erläutert Patrick Michels und freut sich, als erster MEDIMAX eine solche Lösung anzubieten.

Die Kooperation bringt Synergien und viele Vorteile für den Kunden: Neben allen beliebten Marken im Smartphone-Bereich bietet MEDIMAX eine große Auswahl an Zubehör. Was nicht vorrätig ist, wird bestellt und innerhalb kurzer Zeit geliefert. Außerdem rundet der hauseigene Service das Angebot von MEDIMAX ab: Dazu gehört das Einrichten des neuen Mobilfunkgerätes sowie die Datenübertragung. Auf der Vodafone Premium-Großfläche können Kunden direkt Verträge für Mobilfunk, Festnetz, Internet und TV abschließen oder verlängern. Natürlich erhalten sie auch eine umfassende Beratung zu bestehenden Verträgen inklusive Überprüfung von Tarifen. Auch die Rufnummer-Mitnahme ist möglich. So können Kunden ohne lange Vorbereitung gleich mit der Nutzung ihres neuen Gerätes starten. Für Beratungen, die etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen, gibt es Support zum Wunschtermin.

„Das persönliche Gespräch ist besonders wichtig, wenn es um Service rund um Mobilfunk geht“, betont der MEDIMAX Franchisepartner. Sein eigenes Team und auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Vodafone legen besonderen Wert auf kompetente, allumfassende Beratung. „Mit dieser exklusiven Shop-in-Shop Lösung bietet er seinen Kunden alles zur Sparte Mobilfunk an einem Ort“, ergänzt Friedrich Sobol.

Um dem neuen Vodafone Shop-Konzept auch den nötigen Platz zu bieten, fand vom 4. bis 7. Oktober ein Umbau im Markt statt. „Wir sind der Meinung, das Ergebnis kann sich sehen lassen und sind gespannt auf die Reaktion unserer Kunden“, fasst Patrick Michels zusammen.

Neue Webseite erstmalig ohne Menü

Unser Wirtschafts- und Arbeitgeberverband WIGADI  für den Großhandel, Außenhandel und Dienstleistungen launcht im November seine Webseite nach 15 Jahren. Unter www.wigadi.de gibt es nun die neusten Informationen aus allen fünf Standorten (Düsseldorf, Köln, Gelsenkirchen, Bielefeld und Münster), alle Termine und Nachrichten. Neben dem Anspruch, Ihnen ein modernes Erscheinungsbild unseres Internetauftritts zu präsentieren, wollten wir Ihnen auch eine strukturierte Website bieten, auf der Sie sich nicht in weit verzweigten Unterseiten verlieren: Erstmalig eine Webseite ohne Menü. Alle Inhalte sind auf der Startseite lesbar. Die Userin, der User kann nach oben und unten scrollen, nach rechts und links. Interessiert man sich für weitere Inhalte kann man eine Ebene tiefer klicken, weiter tiefer geht es aber nicht. Die Seite wurde erstmalig am 02. November 2023 einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt im Rahmen einer Onlineveranstaltung für Standorte Münster und Bielefeld. Das neue Design ist klar strukturiert und modern. Das neue Design ermöglicht es Ihnen zudem, auf unsere Informationen auch mit Ihrem Tablet und Smartphone uneingeschränkt zuzugreifen, da es sich jedem Format optimal anpasst. Für die Inhalte zeichnet unsere Abteilung für Kommunikation verantwortlich. Produziert hat die Seite Wiedemeier Kommunikation.

ElectronicPartner: hier trifft sich die Branche

Nach einem herzlichen Empfang und erstem Get-together startete der offizielle Teil mit einem Vortrag der beiden ElectronicPartner Vorstände Friedrich Sobol und Karl Trautmann. „Wir alle mussten in den vergangenen Jahren viele große, sich schnell entwickelnde Herausforderungen in kürzester Zeit meistern – und damit ist noch lange nicht Schluss. Womit aber auch noch nicht Schluss ist, ist der Wille unserer gesamten Verbundgruppe, durch innovative Konzepte, Teamwork und Vertrauen erfolgreich zu bleiben“, erklärte Friedrich Sobol.

Wie das in den letzten Monaten bei der Marke EP: gelungen ist, zeigte er anhand von Beispielen der „EP:Einfach persönlicher“-Kampagne sowie der optimierten Customer Journey, die Kunden über alle Touchpoints online und offline erreicht. Für MEDIMAX machte er klar: „Wir sind angetreten, um in eine Wachstumsphase einzusteigen, nicht, um zu schrumpfen“ und meinte damit die zahlreichen Projekte, die aktuell bei der Franchise-Fachmarktlinie laufen: von der „Mehr Mensch. Mehr Technik“-Kampagne und den damit verbundenen Marketingmaßnahmen, bis zum neuen Ladenbaukonzept 2.0 und dem ersten großen Gemeinschaftsprojekt von MEDIMAX und MHK – der Neueröffnung einer Musterhausküchen-Welt Ende November 2022 im MEDIMAX Dallgow.

Karl Trautmann rundete die Präsentation der drei Kernmarken durch eine Aufzählung der neuesten und erfolgreichsten Lösungen des Technologie-Netzwerks comTeam ab: unter anderem der comTeach Campus, digitaler Vertrieb, das comTeam Jobportal, Managed Services und die myDMScloud. „Durch all das und die tollen Menschen, die hinter comTeam stehen, ist das Netzwerk gerade in der aktuellen Zeit so erfolgreich.“ Auch auf internationaler Ebene konnte Karl Trautmann von positiven Entwicklungen berichten – sowohl in den Landesgesellschaften Schweiz, Niederlande und Österreich, als auch beim europäischen Händlerverbund E-Square, den ElectronicPartner vor zehn Jahren mitgegründet hat.

Zum Punkt Nachhaltigkeit erläuterte Friedrich Sobol, wie ElectronicPartner im Rahmen von „Go Green“ schon jetzt große Schritte in Richtung ressourcenschonendes Handeln macht: unter anderem durch massive Papierreduktion in der Werbung und die Unterstützung eines Moorprojektes. Hier spiele auch das Thema neue Arbeitswelt eine große Rolle, der sich ElectronicPartner sowohl in der eigenen Zentrale als auch bei den Mitgliedsbetrieben noch stärker zuwendet.

Die Verbundgruppe nutzte den Branchentreff auch, um ihren neuen Claim zu präsentieren: „ElectronicPartner – Handeln. Für Mensch und Erfolg“. Passend hierzu fand ein Preview des aktuellen Imagefilms statt, der veranschaulicht, dass sich die Botschaft des neuen Claims überall im Unternehmen widerspiegelt. Dazu beantwortet der Spot die Frage: „Warum sind wir erfolgreich?“. Karl Trautmann brachte es in seiner Rede noch einmal auf den Punkt: „Weil wir handeln und weil wir vertrauen – den Unternehmerinnen und Unternehmern unserer Kooperation, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, unseren Konzeptionen und Strategien und natürlich unseren Lieferantinnen und Lieferanten“, womit er sich direkt ans Publikum wendete und zu Keynote-Speaker Leo Martin überleitete. Der ehemalige Geheimagent zeigte in einer Hologramm-Show, wie wichtig das Thema Vertrauen für ihn in seinem Beruf war und nach wie vor bei jeglicher zwischenmenschlichen Interaktion ist.

„Leo Martin hat damit einen zentralen Punkt unseres Erfolges auf eine spannende, interaktive Weise vorgestellt – und optimal in den offenen Teil der Veranstaltung, also den vertrauensvollen, persönlichen Austausch übergeleitet.“

Freihandel nötig

Der Abbau von Handelsbarrieren zwischen den USA und Europa ist überfällig.

Der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) begrüßt die von Bundesfinanzminister Lindner angestoßene Neuauflage eines Transatlantischen Freihandelsabkommens. Dazu erklärt der BGA-Präsident Dr. Dirk Jandura heute in Berlin: „Der Abbau von Handelsbarrieren zwischen den USA und Europa ist überfällig. Wir müssen aus den Diskussionen um TTIP lernen, es braucht ein klares Grundbekenntnis der Politik zum transatlantischen Freihandel. Wir brauchen endlich ein konstruktives, ratifizierbares Ergebnis und dürfen nicht immer alles zerreden. Verhandeln bedeutet immer, dass beide Seiten Kompromisse machen müssen. Der Anspruch, nur unsere Position sei ein akzeptables Verhandlungsergebnis, muss enden.“

„Der russische Angriff auf die Ukraine und nicht zuletzt Corona machen klar, wie unerlässlich Freihandelsabkommen sind. Sie sind Grundlage für diversifizierte Lieferketten und schaffen die notwendige Rechtssicherheit. Asien formiert sich mit Freihandelsabkommen neu. Da darf sich die transatlantische Wertepartnerschaft sich nicht selbst im Weg stehen. Die Ratifizierung von CETA wäre sofort möglich.“

Außenhandel: Jandura warnt vor harten Zeiten

„Der Außenhandel muss sich auf harte Zeiten einstellen. Wir müssen jetzt die Unternehmen stärken, um so ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Von der Politik erwarten die Außenhändler die Sicherstellung der Energieversorgung, den Abbau von Bürokratie, um auf Veränderungen flexibel reagieren zu können und den Ausbau der Verkehrs- und Digitalinfrastruktur. Fallen Handelspartner aus, muss auf Alternativen ausgewichen werden. Deshalb brauchen wir dringend neue Handelsabkommen. Die Politik sollte weitere Handelsabkommen nicht blockieren“, kommentiert Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) die heute veröffentlichten Außenhandelszahlen.

“Der Ukraine-Krieg belastet den deutschen Außenhandel massiv. Die mittel- bis langfristigen Auswirkungen sind bisher kaum absehbar. Eine der größten Herausforderung für den Außenhandel ist die Abhängigkeit von russischem Gas und Öl. Noch haben wir keine Versorgungsengpässe, doch die Lage bleibt unberechenbar. Wir müssen uns auf eine erhebliche Verschlechterung der Gasversorgung und damit auch auf massiv steigende Energiepreise vorbereiten. Hierfür brauchen wir schnelles, unbürokratisches Handeln und einen systematischen Ansatz der Politik. Die Absenkung der Energiesteuer ist richtig, aber wir brauchen auch langfristige Lösungen. Die Energiepreise sind in Deutschland schon lange viel zu hoch und schaden unserem Standort“, so Jandura mit Blick auf die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs.

Und Jandura weiter: „Zwar haben sich die weltweiten Lieferketten im Februar etwas entspannt, doch nun stehen sie vor einer neuen Bewährungsprobe: Durch den Krieg in der Ukraine sind Luft-, See- und Schienengüterverkehr gestört und teilweise komplett unterbrochen. Hinzu kommen erhebliche Kostensteigerungen. Zusätzlich verschärft sich die Lage durch Lock-Downs in China. Die Zahl der Schiffe, die vor chinesischen Häfen liegen, steigt rasant an.“

Das Statistische Bundesamt hatte heute die Außenhandelszahlen für Februar 2022 bekannt gegeben. Demnach wurden Waren im Wert von 124,7 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von113,1 Milliarden Euro importiert. Im Vorjahresvergleich stieg der Export somit um 14,3 Prozent und der Import um 24,6 Prozent. Damit schloss die Außenhandelsbilanz im Februar 2022 mit einem Überschuss von 11,5 Milliarden Euro.

Energiepreise zwingen Logistikbranche in die Knie

„Die hohen Energiepreise zwingen die Logistikbranche in die Knie. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen sind nicht mehr in der Lage, die steigenden Diesel- und Gaspreise zu stemmen. Die beschlossene Senkung der Mineralölsteuer ist ein erster richtiger Schritt. Allerdings ist die Entlastung auf drei Monate befristet. Das reicht nicht aus. Die Wirtschaft braucht grundsätzlich bezahlbare Energiepreise! Um die Versorgung der Bevölkerung nicht zu gefährden, muss eine Insolvenzwelle in der Transportbranche abgewendet werden“, so Carsten Taucke, Präsidiumsmitglied des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. (BGA) heute.

Der Vorsitzende des BGA-Verkehrsausschusses beschreibt die Situation wie folgt: „Wir tragen die Sanktionen aus Überzeugung mit. Dennoch sind sie ein zusätzlicher Belastungsfaktor. Die Auswirkungen des Krieges auf die deutsche Wirtschaft sind bislang kaum absehbar. Energiekosten und Einkaufspreise steigen massiv. Logistik-, Finanzierungs- und Versicherungsprobleme nehmen zu. Es kommt zu ganz konkreten Lieferausfällen, z. B. bei Holz, Stahl und Aluminium.“

Zum beschlossenen Lieferkettengesetz positioniert sich Taucke klar: „Dass in knapp neun Monaten zahlreiche Unternehmen mit neuen Auskunfts- und Dokumentationspflichten belastet werden, ist angesichts der aktuellen Lage offen gesprochen absurd. Es wäre besser, auf das Gesetz zu verzichten oder aber den Start zu verschieben. Das gilt im Übrigen auch für das geplante europäische Lieferkettengesetz.“

„Die Sanktionen beeinflussen die Lieferketten in einer Region, die für den Transport zwischen Asien und Europa entscheidend ist. Das führt zu erheblichen Kostenerhöhungen durch das Ausweichen auf alternative Routen oder Transportmittel. Und durch die steigenden Energiepreise. So ist der World Container Index in dieser Woche noch 67 % höher als vor einem Jahr. In Folge des Krieges in der Ukraine gehe ich von einer weiteren Steigerung der Frachtraten aus“, betont der Verkehrs- und Logistikexperte.

Taucke weiter: „Auf den seit längerem akuten Personalmangel in der Logistik gibt es bislang keine Antworten. Wir müssen schnell gemeinsame Lösungen finden, denn der LKW-Fahrer ist nach wie vor die Stütze der Logistikbranche. Viele Fahrer stammen aus der Ukraine und Russland. Die Ausfälle können wir nicht ersetzen. In Deutschland fehlen aktuell ca. 60.000 bis 80.000 Berufskraftfahrer.“

Preisdruck hält an – Entlastungen schnell und praktikabel umsetzen!

„Die Verbraucher spüren zunehmend den Preisdruck aus steigenden Energiepreisen und Engpässen in der Versorgung. Ein schnelles Ende ist nicht absehbar. Noch federn die Unternehmen einen großen Teil der steigenden Energiepreisen in der Lieferkette ab.

Die Unternehmen des Groß- und Außenhandels arbeiten mit Hochdruck an neuen Beschaffungswegen und der Optimierung von Logistik und Transport. Daher sind die Entlastungspakete für Bürger und Wirtschaft ein grundsätzlich richtiges Signal. Wichtig ist, dass die Entlastungen schnell und praktikabel umgesetzt werden.“, erklärt Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistung (BGA) zu dem vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden veröffentlichten Anstieg der Verbraucherpreise im März 2022 um 7,3 Prozent nach 5,1 Prozent im Februar 2022.

„Allerdings können diese den Belastungsdruck nur mindern, lösen können sie die ursächliche Problematik nicht. Dazu sind grundlegende Weichenstellungen erforderlich, die die bestehenden Angebotsbeschränkungen beheben. Eine strategische, außenwirtschaftliche Flankierung der Neuausrichtung von Liefer- und Absatzketten zählt ebenso dazu wie die Forcierung des Wandels zu einer diversifizierten, leistungsfähigen und kostengünstigen Energieversorgung. Langfristig braucht es auch ein Umsteuern der europäischen Politik des billigen Geldes.“, so Jandura heute in Berlin.

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