Statement BGA zur vertagten Tarifrunde

„Die Tarifrunde 2026 findet unter extrem schwierigen Rahmenbedingungen statt. In den letzten Jahren gab es kein Wirtschaftswachstum und keinen realen Umsatzzuwachs. Stattdessen sehen wir mehr Insolvenzen und Beschäftigungsabbau“, kommentiert Judith Röder, Tarifgeschäftsführerin des BGA, die Ausgangslage bei der 1. Tarifrunde in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg.

Die Tarifrunde für den Groß- und Außenhandel ist heute mit den ersten Verhandlungen in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg gestartet. Die Gespräche waren der Auftakt für die bundesweiten, regional geführten Tarifverhandlungen.

Röder weiter: „Auch für die Zukunft sind keine Signale für eine Besserung erkennbar. Die Gewerkschaftsforderung nach einer Entgelterhöhung von 7 Prozent, in den unteren Gruppen noch weitaus mehr, ignoriert die Situation der Unternehmen und ist in diesen Zeiten schlicht nicht finanzierbar.“

„Wir brauchen realistische Erwartungen und verantwortungsvolles Handeln auf beiden Seiten. Unser Ziel ist, gemeinsam mit ver.di eine Lösung zu finden, die den berechtigten Interessen der Beschäftigten sowie der wirtschaftlichen Lage der Unternehmen Rechnung trägt und zugleich Beschäftigung sichert“, Röder abschließend.

Nach mehrstündigen Verhandlungen wurden die Verhandlungen in Nordrhein-Westfalen auf den 18. Mai und in Baden-Württemberg auf den 21. Mai vertagt. Erste Verhandlungsrunden stehen in weiteren Regionen noch im April an.

Der BGA koordiniert und unterstützt die auf regionaler Ebene geführten Tarifverhandlungen in der Wirtschaftsstufe.

1. Tarifverhandlung im Groß- und Außenhandel Nordrhein-Westfalen auf Mitte Mai vertagt

Die Tarifrunde für den Groß- und Außenhandel Nordrhein-Westfalen ist heute nach mehrstündigen Verhandlungen auf den 18. Mai 2026 vertagt worden. Die heutige Verhandlung bildete den Auftakt für die bundesweit geführten, regionalen Tarifverhandlungen. Über mehrere Stunden tauschten sich die Verhandler über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Erwartungen an die Tarifrunde aus.

„Die Tarifrunde 2026 findet unter extrem schwierigen Rahmenbedingungen statt. In den letzten Jahren gab es kein Wirtschaftswachstum und keinen realen Umsatzzuwachs. Stattdessen sehen wir mehr Insolvenzen und Beschäftigungsabbau.“ so Volker Schlinge, Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite.

Auch für die Zukunft seien noch keine Signale für eine Besserung der Lage erkennbar. Die Gewerkschaftsforderung nach einer Entgelterhöhung von 7 %, in den unteren Gruppen noch weitaus mehr, ignoriert die Situation der Unternehmen und sei in diesen Zeiten schlicht nicht finanzierbar.

Schlinge weiter: „Wir brauchen realistische Erwartungen und verantwortungsvolles Handeln auf beiden Seiten. Unser Ziel ist, gemeinsam mit ver.di eine Lösung zu finden, die den berechtigten Interessen der Beschäftigten Rechnung trägt und zugleich die wirtschaftliche Lage der Unternehmen sowie Beschäftigung sichert.“

Drastische Abkühlung der Konjunktur

„Die Entwicklung der deutschen Wirtschaft hat sich im ersten Quartal deutlich abgeschwächt“, lautet zusammenfassend die Bewertung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) zur wirtschaftlichen Lage in Deutschland im April 2026. Nach den ersten drei Monaten des Jahres 2026 haben sich die Stimmung und die Erwartungen seitens der Unternehmen sowie der Verbraucher wieder eingetrübt, nachdem diese zu Beginn des Jahres noch erste Anzeichen einer Aufhellung gezeigt hatten. Mit dem Beginn des Iran-Krieges hat sich dieser Trend allerdings umgekehrt.

Der internationale Warenhandel entwickelt sich volatil, konnte aber zuletzt Zuwächse generieren. Im Januar ist der internationale Warenhandel um 2,0 Prozent zum Vorjahresmonat gestiegen, nachdem er im Dezember noch stagniert hatte. Der RWI/ISL-Containerumschlag-Index hat im Februar bei 144,8 Punkten stagniert. Die Aktivität in den europäischen Häfen hatte zwar zugenommen, allerdings aufgrund vorgezogener Geschäfte mit China, das aufgrund des Neujahrsfestes seine Aktivitäten reduziert hatte.

Die realen Umsätze im Einzelhandel sind im Februar um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat gesunken. Gegenüber dem Vorjahresmonat meldete der Einzelhandel im Januar ein reales Umsatzplus von 0,7 Prozent. Die Umfrageindikatoren für die Stimmung bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern trüben sich ein. Dies ist geprägt von abnehmenden Einkommenserwartungen aufgrund anziehender Verbraucherpreise, gekoppelt mit niedrigen Erwartungen an die Konjunktur.

Die Inflation stieg im März auf 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, was einem deutlichen Monatsplus von 1,1 Prozent entspricht. Während die Kerninflation stabil bei 2,5 Prozent verharrte, beschleunigte sich die Teuerung bei Waren auf 2,3 Prozent; Dienstleistungen verharren bei 3,2 Prozent. Haupttreiber waren die Energiepreise, die aufgrund geopolitischer Spannungen im Nahen Osten um 7,2 Prozent nach oben schnellten. Rohöl notierte dabei teils über 100 US-Dollar pro Fass – deutlich über dem bisherigen Durchschnitt. Auch Gas verteuerte sich, während die Nahrungsmittelpreise mit 0,9 Prozent moderat blieben.

Der deutsche Arbeitsmarkt zeigt zu Jahresbeginn weiterhin Stagnation: Die Arbeitslosigkeit bleibt unverändert, während Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung leicht zurückgehen, was auch den demografischen Wandel widerspiegelt. Eine Erholung sei in der ersten Jahreshälfte nicht mehr zu erwarten.

Die deutsche Wirtschaft befindet sich nach Einschätzung des BGA in einer nicht enden wollenden Schwächephase. Auch für 2026 ist fraglich, ob es gelingt, das Ruder rumzureißen. Während die außerordentlichen geopolitischen Entwicklungen die Unternehmen massiv verunsichern, erfahren sie nach wie vor nur eine unzureichende Flankierung von Seiten der Bundesregierung. Die Trägheit, mutig effektive Reformen einzubringen, wird für die hier Ansässigen immer mehr zum Wettbewerbsnachteil. Insbesondere hemmen hohe Kosten und die überbordende Bürokratie die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Daher sind angebotsorientierte Reformen unabdinglich, damit Deutschland wieder eine Perspektive für Wachstum bekommt.

(Quelle: BMWK, Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im April 2026, Pressemitteilung vom 13. April 2026)

Tarifrunde startet

(ud/cs) Mit dem Verhandlungsauftakt in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen startet am 17. April die Tarifrunde 2026 im Groß- und Außenhandel. Die Entgelttarifverhandlungen finden in einem äußerst schwierigen wirtschaftlichen Umfeld und vor dem Hintergrund eines Beschäftigungsrückgangs in der Branche statt. Dazu gibt es auch eine neue Podcast-Folge der “Düsseldorfer Wirtschaft” (hier bitte klicken) mit Hauptgeschäftsführer RA Michael Grütering (Foto).

Unbeeindruckt davon fordert die Gewerkschaft ver.di auch in diesem Jahr je nach Tarifgebiet wieder Entgelterhöhungen von 7 % und mehr. Dabei zeigt sich eine große Bandbreite von reinen prozentualen Forderungen über einen Mix aus Prozenten verbunden mit Mindestbeträgen bis hin zu reinen Festbetragsanhebungen.

So fordert ver.di in Bayern 7 % mehr Entgelt. In anderen Tarifgebieten sind es auch 7 %, aber verbunden mit einer Mindestanhebung um 220 Euro (Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) oder um 250 Euro (Baden-Württemberg, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen). In den unteren Entgeltgruppen bedeutet das teilweise eine Erhöhung um mehr als 10 %. In Berlin und Brandenburg verlangt die Gewerkschaft pauschal 220 Euro mehr, in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein 225 Euro sowie in Hessen und Rheinland-Pfalz 250 Euro. Die Ausbildungsvergütungen sollen in den meisten Tarifgebieten um 150 Euro steigen, in Berlin und Brandenburg um 200 Euro.

Weitere erste regionale Verhandlungsrunden stehen am 20. April in Hamburg, am 27. April in Rheinland-Rheinhessen, am 29. April in Bayern, Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sowie am 30. April in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen an. Danach folgen am 4. Mai Hessen und am 8. Mai Niedersachsen.

Kein Zeichen der Wende  

„Es ist noch zu früh, um von einer Kehrtwende bei den Exportzahlen zu sprechen. Die Stimmung und Auftragslage im Außenhandel bleiben angespannt. Dies zeigt sich insbesondere in den Erwartungen an die künftige Geschäftsentwicklung. Unsere strukturellen Probleme am Standort bleiben bestehen.

Die Bundesregierung hat zwar erste Maßnahmen auf den Weg gebracht – doch bislang kommt davon zu wenig in den Unternehmen an. Wir brauchen weniger Bürokratie, niedrigere Steuern, sichere Energieversorgung und echte Entlastungen für Unternehmen und Bürger. Andernfalls wird 2026 nicht nur ein Jahr des weiteren Jobabbaus, sondern auch der Standortabwanderung“, fordert Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich der aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum deutschen Export.

Jandura weiter: „Was wir derzeit sehen, sind Sondereffekte. Die Einigung im Zollstreit zwischen der EU und den USA hat ein gewisses Maß an Verlässlichkeit geschaffen. Dies führte zu Nachholeffekten bei unserem größten Auslandsmarkt. Letztlich hat sich jedoch vor allem der Außenhandel mit den EU-Staaten erneut als tragende Säule erwiesen.“
„Die neuesten Untersuchungen belegen es: Jedes dritte Unternehmen plant, 2026 Stellen abzubauen. Wir stehen an einem Punkt, an dem die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland Unternehmen systematisch ausbremsen. 36 Prozent der Betriebe wollen Jobs streichen, nur 18 Prozent planen Neueinstellungen. Noch gravierender ist jedoch der Verlust an Zuversicht: Viele Unternehmen glauben nicht mehr an Wachstum, ein Drittel will sogar weniger investieren als im ohnehin schwachen Jahr 2025. Damit ist klar: Wir stecken mitten in einer Investitionsflaute – und unser Standort verspielt seine Zukunft“, so Jandura abschließend.

Laut Statistischem Bundesamt sind die deutschen Exporte im September 2025 gegenüber August 2025 kalender- und saisonbereinigt um 1,4 Prozent gestiegen, die Importe um 3,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat September 2024 nahmen die Exporte um 2,0 Prozent und die Importe um 4,8 Prozent zu.

ElectronicPartner Branchentreff 2025

Am 5. November 2025 lud die Verbundgruppe ElectronicPartner ihre wichtigsten Industrie-Kontakte zum traditionellen Branchentreff ins Van der Valk Hotel Düsseldorf ein. Gemeinsam blickten die Teilnehmenden zurück auf das Lebenswerk zweier außergewöhnlicher Menschen und schauten gleichsam nach vorne, auf aktuelle Maßnahmen und künftige Strategien.

Innerhalb von nur vierzehn Tagen hatte ElectronicPartner im vergangenen Monat zwei seiner prägendsten Persönlichkeiten verloren: Edgar Haubrich, Mitbegründer der Verbundgruppe, und Jörn Gellermann, Geschäftsführer der Landesgesellschaft Österreich. Zu Beginn des Branchentreffs würdigte ElectronicPartner Vorstand Friedrich Sobol das Engagement und die jeweilige Einzigartigkeit, mit der diese beiden Herren sich um das Unternehmen und die Menschen innerhalb der Verbundgruppe verdient gemacht hatten.

Auch ihnen sei es zu verdanken, dass ElectronicPartner in Anbetracht eines sich verschärfenden Marktumfeldes sowie andauernden schwierigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen souverän agieren kann. Trotz zurückhaltendem Konsumklima, ausbleibenden großen Innovationen, einem verstärkten D2C-Geschäft und einem regelrechten Kampf der Giganten im Online- und Fachmarktbereich ist der Fokus der Verbundgruppe für 2026 klar, erklärte Friedrich Sobol: „Wir wollen agieren und nicht reagieren. Wir wollen Lösungsanbieter sein, und zwar nicht erst dann, wenn das Problem akut wird. Dafür sondieren und antizipieren wir die Entwicklungen um uns herum genau und werden unsere Marken noch stringenter ausrichten.“ Damit verfolge das Unternehmen eine Wachstumsstrategie in allen vier Ländern – Deutschland, Österreich, Schweiz und Niederlande. Das Haupthandlungsfeld bleibe dabei die spezialisierte und qualifizierte Nahversorgung vor Ort.

Dominante Position der Fachhandelsmarke EP: in DACH und NL

In Deutschland weist ElectronicPartner aktuell über 1.250 Mitglieder im Fachhandel auf, wovon rund 270 EP:Markenhändler sind. Alleine in 2025 konnte die Verbundgruppe 29 neue Unternehmerinnen und Unternehmer vom Markenkonzept überzeugen: Elf von ihnen übernahmen die Nachfolge eines bestehenden EP:Fachgeschäfts und 18 traten aus anderen Kooperationen über oder waren zuvor unkooperiert. In Österreich ist ElectronicPartner bereits die größte Fachhandelskooperation im Elektronikbereich mit mehr als 840 Mitgliedern, 120 davon EP:gebrandet. In der Schweiz ist die Verbundgruppe mit über 1.000 Mitgliedern die einzige Consumer Electronics Kooperation mit einer nationalen Abdeckung in allen drei Sprachregionen. In den Niederlanden verfügt ElectronicPartner über gut 350 Mitgliedsbetriebe und sticht mit ihrem national einzigartigen Omnichannel-Angebot im Elektronik-Fachhandel deutlich hervor.

Ausbau und Sortimentserweiterung bei MEDIMAX

Die Marke MEDIMAX weist für das Jahr 2025 drei Neueröffnungen mit insgesamt zwei neuen Unternehmern auf: zwei MEDIMAX Märkte und ein ProMarkt Standort. Hinzu kommen zwölf Wiedereröffnungen nach umfassenden Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen – und in fünf Fällen mit Integration einer Küchenwelt. Damit verfügen inzwischen neun MEDIMAX Märkte über eine Sortimentserweiterung im Bereich Einbauküchen.

Wachstum in neuen Geschäftsfeldern

Um bestehende Standorte noch besser abzusichern und insgesamt attraktiver für neue Partnerunternehmen zu werden, investiert ElectronicPartner länderübergreifend weiter in neue Geschäftsfelder. Dazu gehört der voranschreitende Aufbau eines Reparaturnetzwerkes sowie der weitere Ausbau des WENDEpunkt-Konzeptes rund um erneuerbare Energien in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Über 170 Betriebe vermarkten inzwischen innovative Energielösungen unter der Marke WENDEpunkt. Darunter befinden sich zehn Betriebe, die das inzwischen eigenständige Unternehmen WENDEpunkt außerhalb der Verbundgruppe für sich gewinnen konnte. „Mit den Themen Reparatur und Energie öffnet sich ein weites Feld an potenziellen Mitgliedern, von Werkstätten bis zu Spezialisten in Bereichen wie Sicherheit, Energie und vieles mehr“, beschreibt Friedrich Sobol. Die Verbundgruppe sei auch mit Blick auf künftige Handlungsfelder sehr aufmerksam gegenüber neuen Themen, die die Expertise des eigenen Umfelds treffen und hohen Service- und Beratungsbedarf versprechen – beispielsweise Robotik.

Neues 360-Grad Partnerprogramm

Mit einem neuen 360-Grad Partnerprogramm für Industrie und Hersteller schärft die Verbundgruppe ihr Profil als ganzheitliche Service- und Dienstleistungsorganisation. „Unser Ziel: mehr Wachstum durch Vernetzung. Für die Elektronik-Industrie steht bei ElectronicPartner das größte Vertriebsnetzwerk in der DACH-Region und in den Niederlanden zur Verfügung. Auf dieser Basis schaffen wir ein hochattraktives Dienstleistungsportfolio für Händler und Hersteller“, erklärt Friedrich Sobol. Die Partnerschaft zwischen Industrie und Fachhandel sei eine wichtige verlässliche Säule in der heutigen Zeit. Im neuen 360-Grad Partnerprogramm vereint die Verbundgruppe gebündelte Kompetenzen, Retail-Media-Leistungen und Best Practices für maximalen gemeinsamen Vertriebserfolg. „Transparenz, Verlässlichkeit und nachweisliche Performance-Orientierung sind dabei für uns selbstverständlich“, verspricht der Vorstand.

Zum Abschluss des Vortragsprogramms leitete Keynote-Speaker Jan Ditgen in seiner Rolle als Dr. Jens Wegmann durch eine Performance zum Thema KI den lockeren Part des Branchentreffs ein. Im Anschluss nutzten die Anwesenden die Möglichkeit zum persönlichen Austausch mit dem ElectronicPartner Vorstand sowie zahlreichen weiteren Ansprechpartnern aus der Verbundgruppenzentrale. In den Gesprächen ging es vor allem um den gemeinsamen Weg, den die verschiedenen Akteure für ein erfolgreiches 2026 gehen wollen und die Chancen, die das neue 360-Grad Partnerkonzept dabei bietet. „Edgar Haubrich hat einmal gesagt: ‚Ohne Leidenschaft, ohne Begeisterung, ohne Lust an der Leistung, ohne Disziplin und Siegeswillen gibt es in einer wettbewerbsintensiven Welt keinen nachhaltigen Erfolg.‘ Dieses Credo lebt das Unternehmen ElectronicPartner nach wie vor und wir werden es nutzen, um den Weg in unsere Zukunft zu ebnen“, fasst Friedrich Sobol zusammen.

Edgar Haubrich ist tot

(ud) Mit großer Trauer haben die Gesellschafter, der Verwaltungsrat, der Vorstand sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von ElectronicPartner vom Tod Edgar Haubrichs erfahren. Der Mitbegründer der Düsseldorfer Verbundgruppe ist am 21. Oktober 2025 im Alter von 88 Jahren verstorben.

Edgar Haubrich trat nach absolvierter Banklehre im Jahr 1958 in die Firma seines Vaters, die Großhandlung Karl Fr. Haubrich, ein. Schon vier Jahre später erhielt er Prokura und die Verantwortung für den Vertrieb sowie den Warenbereich. 1969 wurde Edgar Haubrich zum geschäftsführenden Gesellschafter berufen. Anfang der 70er-Jahre gründete er gemeinsam mit seinem Bruder Hartmut Haubrich aus der Familiengesellschaft Karl Fr. Haubrich heraus die heutige Verbundgruppe ElectronicPartner. Auch die nach wie vor etablierten Kernmarken EP: und MEDIMAX wurden von den beiden Unternehmern ins Leben gerufen. Am 1. März 2001 wechselte Edgar Haubrich in den Verwaltungsrat von ElectronicPartner, dem er bis Mitte 2012 angehörte. Seinen Sitz übergab er an seinen Sohn Rüdiger Haubrich, der ihn bis heute innehat.

Edgar Haubrich war ein „Menschenfänger“ im positivsten Sinne: Seine besondere Begeisterung galt den Mitgliedern, den Unternehmerinnen und Unternehmern der Verbundgruppe sowie den Endkunden. „Keine Ware ohne Spruch“ war sein Motto und seine Art, den Verkauf von innovativer Ware mit Leben zu füllen. Auch das nationale und internationale Wachstum von ElectronicPartner trieb er mit großer Leidenschaft voran. Bereits in den späten 50er-Jahren baute er das Vertriebsnetz in den Niederlanden auf- und später weiter aus. Während der Wendejahre zeigte er großes Engagement in den neuen Bundesländern, um Unternehmer von den Geschäftsmodellen bei ElectronicPartner zu überzeugen und ihnen die vielfältigen Möglichkeiten der Selbstständigkeit nahezubringen. Sein privates Engagement galt Kunst und Kultur sowie dem sozialen Bereich, vor allem in seiner Heimatstadt Düsseldorf.

„Edgar Haubrich war eine prägende Persönlichkeit, die sich mit ihrem unternehmerischen Weitblick und ihrer bei allen Herausforderungen stets positiven Haltung bei ElectronicPartner und in der gesamten Branche großen Respekt erworben hat. Vertrauenswürdigkeit, seine stets den Menschen zugewandte Art, sein herzlicher Humor im Umgang mit Mitgliedern, Lieferanten und Mitarbeitern waren seine Markenzeichen. Wir können uns glücklich schätzen – und das gilt für die gesamte Elektronikbranche –, dass wir einen solch engagierten, leidenschaftlichen und empathischen Unternehmer in unserer Mitte hatten“, würdigt Professor Stefan Feuerstein, Vorsitzender des ElectronicPartner Verwaltungsrats, das Lebenswerk Edgar Haubrichs.

Neue METRO Azubis

Die METRO Deutschland GmbH hat auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Nachwuchskräfte an Bord geholt: Über 200 neue Auszubildende sowie 24 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Abiturienten-Programms starteten im August und September 2025 in ihre berufliche Zukunft bei dem Großhandelsunternehmen mit Hauptsitz in Düsseldorf. Auf SocialMedia wird heute darüber berichtet.

Bereits zum dritten Mal setzte METRO beim offiziellen Onboarding auf ein digitales Format: Aus dem firmeneigenen Filmstudio wurde die Veranstaltung live an alle neuen Azubis in ganz Deutschland übertragen. Moderiert wurde das Event von Antonia Herzog und Sandra Druske aus dem Bereich People & Culture Development – ein Team, das die Organisation des Programms verantwortete und sich in der internen Kommunikation einen Namen gemacht hat.

Ein besonderer Moment für die neuen Mitarbeitenden war die persönliche Begrüßung durch Volker Schlinge, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der METRO. Er nahm sich nicht nur Zeit für ein Willkommen, sondern stellte sich auch den Fragen der Auszubildenden – eine Geste, die in einem Unternehmen dieser Größe keine Selbstverständlichkeit ist.

Inhaltlich bot das Onboarding einen abwechslungsreichen Überblick über zentrale Unternehmensbereiche. So referierte etwa Mathias Kuhrt über die Belieferung im FSD-Bereich (Food Service Distribution), während Patrick Rossberg Einblicke in das Kundenmanagement mit Salesforce gab. Auch die Themen Personalmanagement und Social Media kamen nicht zu kurz: Maren Grätsch stellte Konzepte der Personalentwicklung vor, und Luisa Klingen sowie Natalie Ryba führten durch die TikTok-Aktivitäten der METRO – ein Bereich, der für viele der jungen Berufseinsteiger besonders nah an ihrer Lebenswelt liegt.

Neben fachlichen Einblicken ermöglichte die Veranstaltung auch einen persönlichen Austausch: Ehemalige Azubis berichteten von ihren Erfahrungen im Unternehmen und standen den Neuen für Fragen zur Verfügung.

Der LinkedIn-Post, mit dem METRO über das digitale Onboarding informierte, schließt mit einem Dank an das Organisationsteam und einem motivierenden Gruß an die neuen Auszubildenden – verbunden mit den besten Wünschen für einen erfolgreichen Start und eine spannende Ausbildungszeit.

Gegenwind

„Die Zahlen sind ernüchternd. Der schwache Außenhandel trägt zum schlechten Ergebnis bei. Wir sind als Standort zu teuer, zu komplex, zu bürokratisch und zu langsam. Ich hoffe, die Bundesregierung versteht, dass wir sehr viel schnellere und sehr viel deutlichere Reformen brauchen“, fordert Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), zu den heute erschienenen Zahlen zum BIP im 2. Quartal.

Und weiter: „Das gesunkene BIP ist auch für den Großhandel ein klares Warnsignal. Weniger Wirtschaftsleistung bedeutet sinkende Nachfrage von Unternehmen, geringere Bestellungen und eine steigende Preissensibilität. Angesichts der schwierigen außenpolitischen Lage braucht es nun dringend stärkere innenpolitische Impulse. Strukturelle Veränderungen, die unsere Wettbewerbsfähigkeit erhöhen, müssen jetzt umgesetzt werden. Dazu gehört auch eine klare Rückbesinnung auf eine angebotsorientierte Wirtschaftspolitik.“

„Der Großhandel ist durch hohe Einkaufspreise, hohe Transport- und Energiekosten sowie neue Handelsbarrieren unter starkem Druck. Für uns bedeutet das, dass wir uns noch mehr auf eine Phase einstellen, in der Flexibilität, digitale Prozesse und effiziente Lagersteuerung noch wichtiger werden. Für die Regierung bedeutet dies, dass sie sich um Bürokratieabbau, Energiekosten und zu hohe Lohnnebenkosten kümmern muss“, so der Großhandelspräsident.

Außenhandel

(cs) Deutschlands Außenhandel stark abhängig vom Roten Meer: Eine neue Studie des ifo Instituts im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums zeigt: Der deutsche Außenhandel ist in hohem Maße von geopolitisch sensiblen Seewegen im Nahen Osten und Asien abhängig. Besonders das Rote Meer spielt eine zentrale Rolle für den Im- und Export von Waren.

Demnach passierten im Jahr 2023 knapp zehn Prozent aller deutschen Ein- und Ausfuhren diese Route – konkret über den Suezkanal und die Straße von Bab al-Mandab. Das entspricht einem Handelsvolumen von rund 136 Milliarden Euro.

„Auf dem Seeweg über das Rote Meer kommen verschiedene kritische Rohstoffe oder wichtige Vorprodukte für die Industrie nach Deutschland“, erklärt Lisandra Flach, Leiterin des Zentrums für Außenwirtschaft am ifo Institut. „Die Seepassage ist daher von besonderer geoökonomischer Bedeutung für Deutschland.“

Vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen, etwa im Jemen oder am Horn von Afrika, rückt die Verletzlichkeit globaler Lieferketten erneut in den Fokus. Schon geringfügige Störungen auf dieser Route können massive Auswirkungen auf Produktion und Versorgungssicherheit in Deutschland haben.

Die Ergebnisse der Studie unterstreichen die strategische Notwendigkeit, Handelsrouten abzusichern und gegebenenfalls zu diversifizieren. Alternativen über andere Seewege oder verstärkte Investitionen in die Infrastruktur für den Schienen- und Landverkehr könnten mögliche Reaktionen der Handelspolitik sein.