1. Tarifverhandlung im Groß- und Außenhandel Nordrhein-Westfalen auf Mitte Mai vertagt
Die Tarifrunde für den Groß- und Außenhandel Nordrhein-Westfalen ist heute nach mehrstündigen Verhandlungen auf den 18. Mai 2026 vertagt worden. Die heutige Verhandlung bildete den Auftakt für die bundesweit geführten, regionalen Tarifverhandlungen. Über mehrere Stunden tauschten sich die Verhandler über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Erwartungen an die Tarifrunde aus.
„Die Tarifrunde 2026 findet unter extrem schwierigen Rahmenbedingungen statt. In den letzten Jahren gab es kein Wirtschaftswachstum und keinen realen Umsatzzuwachs. Stattdessen sehen wir mehr Insolvenzen und Beschäftigungsabbau.“ so Volker Schlinge, Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite.
Auch für die Zukunft seien noch keine Signale für eine Besserung der Lage erkennbar. Die Gewerkschaftsforderung nach einer Entgelterhöhung von 7 %, in den unteren Gruppen noch weitaus mehr, ignoriert die Situation der Unternehmen und sei in diesen Zeiten schlicht nicht finanzierbar.
Schlinge weiter: „Wir brauchen realistische Erwartungen und verantwortungsvolles Handeln auf beiden Seiten. Unser Ziel ist, gemeinsam mit ver.di eine Lösung zu finden, die den berechtigten Interessen der Beschäftigten Rechnung trägt und zugleich die wirtschaftliche Lage der Unternehmen sowie Beschäftigung sichert.“



