Kalte Progrogression ist ein ungelöstes Dauerproblem

„Bei den aktuell höchsten Preissteigerungen in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ist es nötig, nicht nur die Freibeträge beim Existenzminium anzuheben, sondern auch den Tarifverlauf nach rechts zu verschieben“, so Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) anlässlich der Anhörung im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages.

„Die Eindämmung der kalten Progression im deutschen Steuerrecht ist ein bis heute ungelöstes Dauerproblem. Eine grundlegende Modernisierung der Besteuerung würde ermöglichen, die Chancen von Digitalisierung, Umwelt- und Klimaschutz zu nutzen und gleichzeitig das Fundament für die Finanzierung der deutlich erhöhten Verschuldung durch dynamisches Wachstum und weiterhin hohe Beschäftigung zu sichern“, betont Jandura.
„Bei den mit dem Inflationsausgleichsgesetz geplanten Modifizierungen kann es jedoch nicht bleiben. Die Politik muss den Tarif automatisch an die steigenden Preise anpassen und das Steuerrecht so modernisieren, dass es zu mehr wirtschaftlicher Dynamik führt. Angesichts der Anforderungen zur ökologischen und technologischen Transformation von Wirtschaftsprozessen braucht es Investitionen und Wandel durch strukturelle Reformen, Vereinfachungen von Regelungen und einfachen digitale Prozessen in der Besteuerung“, so Jandura abschließend.